U13- und U15-Trainingslager vom 29.09. – 03.10.2019 in Breisach

Bericht vom Trainingslager der U13:

Vier tolle und erlebnisreiche Tage an der französischen Grenze

Los ging es für 14 der 21 Spieler der Walldorfer U13 am Sonntagmorgen. Gemeinsam mit 24 C-Jugend-Spielern, 4 Trainern und 3 Betreuern machte sich der 45-köpfige Tross auf in die Jugendherberge in Breisach. Nach kurzweiligen 3,5 Stunden erreichte man die Jugendherberge, die direkt am Rheinufer liegt und genoss ein zum Auftakt ein ausgiebiges 2. Frühstück. Nun stand der Zimmerbezug an und besonders die Betten auf der Hochetage erfreuten sich großer Beliebtheit, so dass das Los über die Bettenwahl entschied.

Es folgte die erste Trainingseinheit auf dem modernen Kunstrasen, welcher nur 100m von der Herberge entfernt war. Daneben gab es dort eine 400m-Laufbahn und ein Rasenspielfeld, also perfekte Bedingungen für das Trainingslager. Abends sorgten dann Kennenlern- und Gruppenspiele für eine fröhliche Atmosphäre. Hierbei wurden bei den Teilnehmern bisher unentdeckte Hobbies wie Trompete spielen, kochen und angeln offenbart.

Am zweiten Tag standen zwei Trainingseinheiten über gut 2 Stunden an. Dabei blieb Zeit für die ersten leistungsdiagnostischen Tests mit denen Wendigkeit, Schnelligkeit und Sprungkraft gemessen wurden. Zudem führte ein Spaziergang in die vordere Altstadt von Breisach mit Besuch eines mittelalterlichen Münsters und zur Entdeckung einer sehr empfehlenswerten Eisdiele. Abends zeigten die Jungs dann ihr Talent und Ballgefühl beim Kopfballrundlauf, Ball über die Schnur und Volleyball. Zum Ende des vollgepackten Tages wurde in großer Runde „Werwolf“ gespielt, was die Jungs und zuschauenden Betreuer gleichermaßen begeisterte.

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Auch am Dienstag spielte das Wetter mit und bescherte uns bei sonnigen 20 Grad wiederum sehr gute Trainingsbedingungen. Allerdings machte sich die körperliche Anstrengung bei dem ein oder anderen Spieler allmählich bemerkbar, so dass nicht alle Übungen gelangen oder mehr Zeit in Anspruch nahmen. Umso mehr genossen die Spieler die Zeit zwischen den Einheiten. Billard, Tischkicker, Tischtennisplatten und die einstündige tägliche Handyzeit entspannten die Jungs. Auch entdeckten das Wohltuende einer Massage für sich und ihre Mannschaftskameraden. Der Höhepunkt aber war die dank unzureichender Internetgeschwindigkeit etwas holprige Übertragung des Championsleaguespiels zwischen Bayern und Tottenham. Auch wenn die Mehrzahl der Anwesenden keine echten Bayernfans waren, so war das Gezeigte beeindruckend, unterhaltend und begeisternd, so dass der ein oder andere danach das Aufräumen vergaß.

Am Mittwoch wurde zunächst durch den Jump- und Reach Tests die Sprunghöhen der Jungs ermittelt und dann mit Hilfe von vier ausgeliehenen 2006ern ein großes Fußballspiel im 9:9 durchgeführt. Dabei ließ das Defensivverhalten und die Laufbereitschaft nach hinten zu Wünschen übrig und führte zu einigen Toren und Torchancen des internen Gegners. Nachmittags entschieden sich die Trainer Heck und Tsagkidis anstatt eines weiteren Trainings für den Besuch einer Minigolfanlage. Dort wurde man leider von einigen Schauern und einem Temperatursturz überrascht. Dies hielt das Team aber nicht von einem weiteren ausgiebigen Eisgenuss auf dem Rückweg ab. Am letzten Abend folgte ein weiterer Höhepunkt. „Schlag den Trainer“ stand auf dem Programm und somit 13 Wettspiele wie Speed Stack, Karten schnipsen, Turmbau aus Schokoriegeln, Jonglieraufgaben und Black-Stories lösen. Die Jungs beider mitgereisten Jugendteams machten es den Erwachsenen echt schwer und gingen anfangs in Führung. Doch die Trainer und Betreuer, ohne die die ganze Fahrt nur schwer möglich gewesen wäre, gaben nicht auf und erreichten schließlich ein verdientes Unentschieden. Bei der entscheidenden Flach-Witz-Challenge rettete man das Remis über die Zeit, wobei die Spieler für kommende Aufgaben an ihrem Witze-Repertoire arbeiten sollten.

Der Abreisetag brachte zunächst die üblichen Pflichten mit sich wie Zimmer auf- und ausräumen, vor dem abschließenden Fußballtraining. Auch in der 7. Einheit arbeite man fleißig, wobei man ehrlicher Weise resümieren muss, dass durch das Fehlen eines Drittel des Kaders keine deutlichen taktischen Fortschritte zu erwarten und leider auch zu sehen waren. Zudem müssen sich einige Spieler noch an die langen und auch für den Kopf teils anspruchsvollen Inhalte gewöhnen, was für einige 2008er noch herausfordernd ist.

Dennoch überwiegt das Positive bei Weitem: Es gab keine schlimmeren Verletzungen oder Krankheiten. Die Schäden am Inventar und Beschwerden anderer fielen gering aus, die wenigen Konflikte wegen Kleinigkeiten wurden schnell geregelt. Es fanden sich dadurch immer mehr oder weniger freiwillig helfende Spielerhände für anfallende Geschirr- und Putzdienste. Mit dem Verhalten und Auftreten der U13 waren die Trainer insgesamt zufrieden, für den ein oder anderen Spieler waren wohl klare Ansagen und Konsequenzen anfangs etwas ungewohnt. Allerdings war die Lautstärke bei den Mahlzeiten eindeutig zu hoch, um diese noch mehr genießen zu können. Einige Jungs drehten zeitweise etwas zu sehr auf, wir werten das aber mal als Zeichen, dass sie sich wohlfühlten. Auf jeden Fall gab es wertvolle Eindrücke wie die Jungs außerhalb des Platzes und im Umgang miteinander so drauf sind. Die Nächte waren länger und ruhiger als erwartet und das Essen lecker und reichlich. Wir kommen gerne wieder und haben schon mal mögliche Termine für 2020 angefragt. Hoffentlich dann mit allen zum Team gehörenden Spielern.

Vielen Dank an die freundlichen Herbergseltern und das Personal der Jugendherberge, den mitreisenden Betreuern, die die Trainer deutlich entlasteten und den Eltern, die es den Spielern ermöglichten mitzufahren. Und natürlich an die Trainerkollegen, die harmonierten, sich gut ergänzten und die als vorbildliches Team ihren Teil zum Gelingen des Ganzen beitrugen.

Glosse von der U15 Performance im Speiseraum:

RWW U15 räumt in Breisach ab

Eine überzeugende Vorstellung zeigte die U15 der Walldorfer im viertägigen Trainingslager. Hellwach, gut strukturiert und aufmerksam gelangen ihre einige sehenswerte Aktionen. Durch das Training taktisch akribisch vorbereitet stellte man von 6er auf 9er um, was dem Gegner kaum noch Platz lies und nach einigen Versuchen zum ersten Treffer führte. Sehr zum Jubel der mitgereisten U13 auf den lautstarken Zuschauerrängen. Etwas später legte man nach. Es wurde gut geschoben und immer früher drauf gegangen. Der Gegner konnte trotz Überzahl dem Forechecking nicht standhalten und so ließ der 2. Abschluss nicht lange auf sich warten. Unter den wachsamen Augen vom Trainerteam Eisert und Laber konnte die C1 am Folgetag nahtlos an die starke erste Halbzeit anknüpfen. Dank offener Stellung gelang zunächst die Mitnahme, so dass der Sturmpartner aus kurzer Distanz sicher verwandeln konnte. Auch dieser wurde mit einem neuartigen kreativen Jubel gefeiert, der an eine „Fegebewegung“ erinnerte. Den sehenswerten vierten Treffer und zugleich glänzenden Schlusspunkt gelang dem Team kurz vor dem Schlusspfiff. Für die mannschaftliche Ausgeglichenheit der U15 sprechen vier verschiedene Schützen. Daran sollte sich die trefferlos gebliebene U13 im kommenden Trainingslager ein Beispiel nehmen und zuhause mit privaten Extraschichten daran arbeiten.

von Thorsten Heck

Anmerkung der Redaktion: Die U15 hat es in der Summe geschafft, an fünf Tagen, 3 Gläser und 1 Teller vom Servierwagen abzuräumen und zu zerdeppern.

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